Hase

 

HaseDie bekanntesten Vertreter des Hasen sind der einheimische Feldhase (Lepus curopaeus) und das Kaninchen (Oryctolagus cuniculus). Beide werden oft miteinander verwechselt. Dabei ist der Hase viel größer als das Wildkaninchen mit seinen kürzeren Ohren und dem rundlicheren Kopf. Der Schneehase lebt als naher Verwandter der Feldhasen in der Region um den Nordpol. Zur Tarnung bekommt er im Winter ein weißes Fell. Anders, als es der Name vermuten lässt, stammt der Stallhase nicht vom Feldhasen, sondern vom Kaninchen ab. Trotz der scharfen Vorderzähne, die ein Leben lang nachwachsen, sind Hase und Kaninchen nicht mit den Nagetieren verwandt.

 

Hasen und Kaninchen sind schnell und wachsam. Sie können sehr gut sehen und hören. Da sich beide Ohren unabhängig voneinander bewegen lassen, gelingt es ihnen sogar, in verschiedene Richtungen gleichzeitig zu hören. Mit ihren kräftigen Lauf- und Sprungbeinen bewegen sie sich hoppelnd und springend fort. Werden sie gejagt, ändern sie blitzschnell ihre Richtung, indem Sie Haken schlagen und dadurch oft ihre Verfolger abschütteln können. Sie sind vergleichsweise still. Wenn sie sich bedroht fühlen, klopfen sie mit den Hinterbeinen auf den Boden und stoßen schrille Warnlaute aus.

 

Die männlichen Rammler lassen sich nur schwer von den Häsinnen unterscheiden. Die Junghasen werden nicht in Erdhöhlen, sondern auf ebener Erde geboren. Sie trinken nur drei Wochen lang Muttermilch und sind bereits nach einem halben Jahr ausgewachsen.

 

Im Unterschied zu den Hasen schützen sich die Kaninchen durch den Rückzug in einen unterirdischen Bau. Mit seinen weit verzweigten Gängen kann dieser eine Tiefe von fast drei Metern erreichen. Das Nest wird aus trockenem Gras und der Wolle aus dem Bauchfell gebaut.

 

Hasen legen natürlich keine Eier. Der genaue Ursprung des „Osterhasen“ konnte nie ganz geklärt werden. Nach diesem alten Brauch versteckt der Hase an Ostern Eier im Garten. Diese werden dann am Morgen des Ostersonntags von den Kindern gesucht. Erstmals wird dieser Brauch von einem Arzt im 17. Jahrhundert erwähnt, der sich um die gesundheitlichen Folgen des österlichen Eierverzehrens sorgte. Aus dem Hasen, dem Ei und dem Frühling wurde ein gefeiertes Sinnbild für die Fruchtbarkeit.

 

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