Schaf

 

Schaf(Ovis ammon aries)

 

Das Schaf zählt zu den ältesten Haustieren der Welt und ist, wie die Kuh und die Ziege, ein Wiederkäuer. Ein männliches Schaf nennt man „Widder“ bzw. - wenn dieser kastriert ist - „Hammel“. Letzterer ist friedlicher, frisst viel und wird dadurch schnell groß.

„Lamm“ nennt man ein junges Schaf im ersten Lebensjahr. Ein Mutterschaf gebärt im Frühling nach nur fünf Monaten Tragzeit ein bis zwei Junge.

 

Siebentausend Jahre lang versorgte das Hausschaf den Menschen mit Pelzen, Fellen, Wolle, Milch, Fleisch und Fett. Ursprünglich züchtete man Schafe hauptsächlich wegen ihrer Deckhaare. Demzufolge werden Hunderte Schafrassen nach den Qualitäten und Eigenschaften ihrer Deckhaare unterschieden: zum Beispiel nach Langwoll-, Kurzwoll- und Grobwollschafen. Aus dem „abgeschorenen“ Pelz der Schafwolle stellte man Bekleidung, Teppiche und Wolldecken her. Der Talg des Schafes diente als Rohmaterial für Leim, Kerzen und Seife, aber auch kosmetische Produkte. Die Ausscheidungen wurden als Dünger verwendet.

 

In Norddeutschland dienen die Schafe heute der Landschaftspflege: sie bewahren die Heide vor dem Versteppen und Verwalden. Die Deiche werden durch ihren Tritt gefestigt und damit vor einem Dammbruch bewahrt. Die Schafsmilch eignet sich zur Gewinnung zahlreicher Milchprodukte wie Joghurt, Kefir und Schafskäse. Die gesunde Milch wird immer beliebter und ist cremiger als Kuhmilch.


Die hohe Wertschätzung des Menschen gegenüber dem Schaf lässt sich an der häufigen Erwähnung in Sagen und Mythen ablesen. Im übertragenen Sinne stehen Herde und Hirt auch für den Pastor und seine Gemeinde.

 

Facebook

Tel.: 06175-790060   |   Kontakt   |   Impressum