Ente

 

Ente(Anas platyrhynchos)

 

Die Stockente ist die bekannteste heimische Wildente und Stammform der Hausente. Kein Teich, Brunnen oder Flusslauf, auf dem diese wasserliebenden Tiere fehlen. Ihre ausgebreiteten Flügel zeigen ein blaues Flügelfeld, das auch „Spiegel“  genannt wird. Stockenten sind Schwimm- und Gründler-Enten. Sie suchen ihre Nahrung durch „Gründeln“ ganz so, wie es das alte Kinderlied beschreibt: „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh“. Dazu nutzen Sie ihre Schwimmhäute zwischen den Zehen, mit denen sie eifrig rudern.

 

Während die Erpel (Männchen) ein farbenfrohes Flügelkleid aus Weiß-, Grün-, und Blautönen besitzen, sind die Weibchen braun gemustert, damit sie beim Brüten der Eier im Schilf oder an Ufernischen gut getarnt sind. Das offene Nest am Boden oder manchmal auch in niedrigen Bäumen besteht aus Halmen und ist innen mit Daunen weich ausqepolstert. Mit diesen Brustfedern deckt die Entenmutter auch die Eier zu, wenn sie ihr Nest zur Futtersuche verlässt.

Die Entenküken sind Nestflüchter, sie können direkt nach dem Schlüpfen unter der Führung ihrer Mutter laufen und schwimmen. Sie sind sehr lebhaft und weniger empfindlich als Hühnerküken, die nach der Geburt länger auf eine Wärmequelle angewiesen sind. Legt man einer Henne ein Entenei unter, so brütet sie dieses mit aus und erweist sich auch nach dem Schlüpfen des Kükens als gute Entenmutter.


Enten als europäisches Haustier sind noch recht jung. Griechen und Römer hielten sie bereits im halbwilden Zustand. Erst nach der Hausente wurde die Flugente bei uns bekannt, die auch Warzenente genannt wird. Sie stammt von der wilden Moschusente aus Lateinamerika ab und wurde von den Indianern gezähmt und erst im 18. Jahrhundert von den Spaniern nach Europa gebracht. Sie hat ein warziges Gesicht und ist fast stumm. Die Erpel geben ein leises Fauchen von sich, das sie mit ruckartigen Bewegungen des Kopfes unterstreichen. Diese Entenrasse eignet sich besonders gut für das Leben auf dem Bauernhof.

 

Sie ist sehr unempfindlich und sucht sich ihr Futter selbst. Abends füttert man Körner-, Küchen- und Gartenabfälle als Beifutter. Anders als die Stockente braucht diese Entenform keinen Teich oder einen Fluss zum Schwimmen. Wichtig ist aber täglich genügend frisches Wasser zum Trinken.

 

Facebook

Tel.: 06175-790060   |   Kontakt   |   Impressum